Top Talent NRW – Februar 2015

Ein schönes Kurzportrait eines sehr talentierten Pistolenschützen des Landessportbundes NRW e.V.

Talentförderung kann nicht früh genug beginnen, ein Beispiel wirklich gelungener Öffentlichkeitsarbeit.

Lichthöfe und Halteraum

Das letzte Training bei der HSG stand im Zeichen der Höhenkontrolle. Während mein Schussbild wenig Varianz im horizontalen Bereich aufweist, habe ich doch noch ne Menge Verbesserungspotential, in Sachen Höhe. Hier findet sich von Hoch Acht bis Tief Acht alles im Programm. In diesem Zusammenhang ist mir auch die letzten Mal aufgefallen, dass ich während des Trainings meinen Halteraum Spiegel aufsitzend sehr intuitiv wähle, im Wettkampf plötzlich aber etwas orientierungslos bemüht bin diesen korrekt zu wählen. Bin selbst verblüfft.

Drum habe ich mal herumexperimentiert, habe Spiegel aufsitzend, Fleck und am unteren Rand der Scheibe meinen Halteraum gewählt und mir ein Bild gemacht von der eigentlichen Differenz von Halteraum zu Trefferlage. Diese war enorm, was ich mir dadurch erkläre, dass ich zwar während der Arbeitsphase subjektiv versucht bin sauber im Bereich des Sechser-Ringes zu stoppen und dort den Schuss brechen lasse, desöfteren aber tiefer durchrutsche. Dies bedeutet wiederum, dass ich weitmehr Disziplin benötige um den Zielvorgang nach etwaigem Durchrutschen abzubrechen bzw. es gar nicht erst dazu kommen zu lassen (eben ARBEITsphase) und ich mich wohler fühle, wenn ich den Halteraum noch etwas höher lege.

Daher habe ich den Abstand zum Spiegel in der Konsequenz einfach mal verringert und musste feststellen, dass ich mich wesentlich sicherer fühle und resultierend daraus die Höhenvarianz meines Schussbildes auf den Neuner-Ring beschränken konnte. Ob dieses nun dauerhaft funktioniert (erscheint mir fast zu simpel), wird sich bei den nächsten Trainingseinheiten und Wettkämpfen zeigen.

Das große Brechen (Hans-Jörg Meyer)

Da der Ausnahmeschütze Hans-Jörg Meyer sich nach und nach größeren Aufgaben widmet, möchte ich den Versuch der Archivierung eines wirklich inspirierenden Beitrages seines Blogs “Weg vom Schuss” veröffentlicht am unternehmen.

Große Kunst ist dann erreicht, wenn man nichts mehr weglassen kann.

Chinesisches Sprichwort

Ein Gedanke wird zum Befehl. Lange 0,8 Sekunden vergehen bis der Impuls am Finger ruckt. Ein Mechanismus wird betätigt. Energie wird frei und sucht den Weg des geringsten Widerstandes, namens Bleistopfen. Der bricht los und stürmt in einer dreitausendstel Sekunde durch ein 230 mm langes Rohr, um in etwa 9,5 m Entfernung ein Loch in die Pappe zu stanzen.

So einfach ist das.

Aber muss man das wissen?

Einzig interessant dabei bleibt doch, dass die Mechanik 267 mal schneller ist, als der Mensch. Wer sieht dann noch den Fehler bei der Waffe?

Geht man mit dieser Betrachtung in der Vorgang des Schießens, wird klar, wie viel dieser heilige Moment des Abdrückens für den Erfolg des Treffers bedeutet.

Hätten wir nun unendlich viel Kraft, ausdauernde Augen und keine Bewegung beim Luftaustausch der Lungen, müsste ich an dieser Stelle nicht von Konzentration sprechen. Konzentration heißt, sich auf wenige wichtige Dinge beschränken. Nun ist aber das Abziehen so komplex, dass es nötig wird, Vorgänge zu automatisieren. Der winzige Moment des Auslösens erfordert alleinig die volle Konzentration. Aber darauf komme ich später zurück.

Zu den Automationen zähle ich sämtliche Handlungen, die nur unmittelbar mit dem Ziel – Abzugsvorgang zu tun haben. Ich begrenze im vornherein den automatisierten Teil auf einen möglichst kurzen Zeitraum. Nach dem Laden der Waffe und dem Überprüfen des gleichmäßigen Sitzes des Griffes, wird nun die Waffe nicht mehr abgesetzt, um ein Verrutschen zu unterdrücken. Einmal im Griff ist nun die Position bei ausgestrecktem Arm festgelegt. Das kostet am Anfang mehr Kraft, aber führt zu einem gleichmäßigerem Bewegungsablauf.

Die Automatisierung beginnt jetzt und wiederholt sich bei jedem Schuss.

Die Atmung wird beruhigt. Die Gedanken folgen nur noch dem Zielvorhaben. Ein hereinkommender Gedanke oder ein unvorhersehbares Ereignis, wie die Durchsage eines Offiziellen oder die Fliege, die um die Waffe herumsurrt, führen sofort zum Abbruch des Zielvorganges. Die unterbewusste Verarbeitung dieses Ereignisses würde zu viel Konzentration kosten.

Die Waffe verlängert den Arm. Man spürt sie eindeutig durch leichten Druck am Mittel- und Ringfinger und dem unwahrscheinlich sattem Gefühl des Zeigefingers am geraden Abzugszüngel. Verdrehte Abzugszüngel fordern das seitliche Verreißen förmlich heraus. Also immer schön gerade lassen!

Es hat sich bereits durchgesetzt, das nichtzielende Auge geöffnet zu lassen und nur abzudecken, sowie den unbenutzten Arm irgendwie am Körper zu fixieren. Alles Dinge, die zur Entkrampfung aller Muskelpartien beitragen sollen. Nur beim Stand und der Atmung werden noch viele Fehler gemacht. Betrachten wir erst einmal den Stand. Er sollte locker, mit leicht angewinkelten Knien, sein. Das Ausnutzen der von Sehnen und Bändern begrenzten Knien und Schulter, ist nach dem Lockerungsprinzip wohl nicht angebracht. Das mag etwas komisch aussehen, aber wollen wir nun besser schießen oder uns gut anschauen lassen?

Die Füße stehen etwa schulterbreit im sogenannten Boxerstand, im Tai Chi nennt man das auch den Bärenstand. Das ist äußerst stabil, ermöglicht den vollen Kontakt zum Boden und ein Gefühl für die Mitte in einem selbst. Mit geschlossenen Augen findet man seinen eigenen Stand am besten. Und mit der ausgestreckten Waffe am Arm auch die natürliche Richtung, was schwierig genug erscheint, da die Stellung in ihrer Grundhaltung schon extrem asymmetrisch ist. Jede übertriebene Ausrichtung in eine unnatürliche Haltung führt wieder zu einer Verkrampfung und Instabilität! Fragen sie mal einen Boxathleten.

Ein großes Problem beim Schießen ist das Aufstauen von Energie im Körper. Von erhitzten Gemütern und vor Aufregung hocherröteten Gesichtern mit weit geöffneten Pupillen lebt jeder Wettkampf. Die Aufregung gehört ja auch dazu, so weiß es jeder erfahrene Wettkampfschütze. Aber brauchen wir das gerade beim Zielvorgang?

Für diesen Moment höchster Konzentration sollten doch alle Energien frei fließen. Stattdessen wird der Mund zugekniffen, die Atmung eingestellt und die nächste Verkrampfung ist da.

Warum also nicht, wie es bei vielen fernöstlichen Kampfsportarten praktiziert wird, den Mund öffnen. Spüren wir, wie Platz zwischen Zunge und Gaumen bleibt, um ungehindert die Energie, hier der Druckausgleich zwischen Lungen und Außenwelt, fließen zu lassen.

Jetzt ist es aber so weit. Der Arm ist ausgestreckt, die Visierung ist aufgenommen. Die Konzentration wächst und damit auch die Spannung im Körper. Fast unvermeidbar. Und gerade in dieser Phase entsteht der größte Fehler : Das Brechen des Schusses als Ende der Konzentrationsphase anzusehen!

Wie uns die Physik am Anfang erklärte, dass die Waffe zwar viel schneller als der Schütze sei, macht uns aber gerade unsere Körperphysik einen Strich durch die Rechnung. Jeder verrissene Schuss zeigt uns, dass es wohl eine Grauzone zwischen dem tatsächlich ausgelösten und der empfundenen Schussabgabe gibt. Schuld daran sind bestimmt wieder diese 0,8 Sekunden Reaktions- bzw. Datenübermittlungszeit zwischen Abzugsfinger und Gehirn. Ich denke, das lässt sich kaum verbessern.

Ein nicht wegzudenkender Aspekt aus der Energielehre macht den Einfluss des Schusses auf den menschlichen Körper erst kompliziert. Was wir bei den Luftdruckwaffen nur als kleinen Energiestoß empfinden, wird bei der Großkaliberpistole geradezu eine Entladung, dem menschlichen Orgasmus oder dem Niesen gleichzusetzen. Von Freudschen Theorien möchte ich gar nicht erst anfangen. Vergessen wir aber nicht diesen Energiestoß und das auch noch innerhalb der angesprochenen Grauzone. Wichtig ist nur, das Brechen des Schusses nicht als Höhepunkt oder finales Ereignis anzusehen. Die Konzentration würde wie ein Kartenhaus sofort zusammenbrechen. Jeder hat schon einmal einen völlig sauberen Schuss erlebt und wird festgestellt haben, dass gerade hier nicht der Energiestoß die wichtigste Rolle gespielt hat, sondern der gleichmäßige Ablauf, der mit dem Nachhalten endete.

Das Nachhalten wiederum darf keinesfalls ein bloßes Hochhalten der Waffe sein. Das Auge bleibt auf der Visierung und eilt nicht zur Scheibe, was noch ein Relikt aus den Tagen war, als der Schütze noch schnell kontrollieren wollte, ob der Schuss nicht als „Plink“ im Weißen gelandet ist. Auch hier heißt es sich wieder bewusst machen, dass die Waffe viel schneller ist und der Schuss in der Grauzone verrissen wird.

Überlistet die Grauzone mit Automatisierung und überlasst dem Brechen des Schusses nicht den Höhepunkt!

H.-J. Meyer 2005

Pokalschiessen in Halstenbek

Der erste Wettkampf des Jahres liegt nun hinter mir. Das jährliche Pokalschiessen in Halstenbek ist immer wieder ein schöner Saisonauftakt und für mich persönlich mit vielen schönen Erinnerungen verbunden. Ein wirklich feiner Stand, extrem gut ausgeleuchtet, dass man mit bloßem Auge sein Schussbild auf zehn Meter Entfernung erkennt, ob man nun möchte oder nicht :-). Pistolenschützen habe ich heute keine angetroffen, gestern und heute waren es wohl in Summe ca 100 Starter, das meiste fällt aber wohl in die Disziplinen LG Auflage und KK Auflage. Persönlich wird sich mir die Faszination am Auflageschiessen niemals erschliessen, aber ich finde es begrüßenswert, dass man durch diese Disziplinen dem Schiesssport bis ins hohe Alter treu bleiben kann. Ob es nun zielführend ist Schüler Auflage Gewehr schiessen zu lassen, lasse ich mal dahingestellt, Zielen und sauber den Schuss lösen kann man auf diesem Wege sicherlich üben, aber der gesamte Anschlag ist nun mal ein anderer.

So richtig wohl gefühlt habe ich mit heute mit meinem äusseren und inneren Anschlag nicht, dies habe ich aber auch erwartet, da ich gesundheitlich gerade nicht ganz auf der Höhe bin, umso spannender war es die vierzig Wertungsschüsse sauber brechen zu lassen. In Punkto Aufmerksamkeitslenkung sind mir heute einige Dinge aufgefallen, die es zu bearbeiten gilt – da ist noch ordentlich Luft nach oben.

Konzentration bringt herzlich wenig, solange ich diese während des Wettkampfes auf die falschen Dinge lenke. Stellen wir uns einen Scheinwerfer vor, dessen Lichtstrahl einen Gegenstand in hellstem Glanze erscheinen lässt, während die Umgebung weiterhin im Dunkeln bleibt. Eben diese Fragestellung gilt es während des Anschlages zu beantworten, worauf sollte ich in diesem Moment meinen Konzentrationsscheinwerfer lenken. Robert Nideffer, ein amerikanischer Psychologe hat den Sachverhalt in einem Modell dargestellt und dieses geht von zwei Achsen aus, auf denen sich die Konzentration bewegen kann.

Weit-Eng: Um sich einen Überblick über die Gesamtsituation zu verschaffen, lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf einen weiten Bereich. Sind dagegen Details von Wichtigkeit, fokussieren wir einen engen Winkel. Um noch einmal das Bild des Scheinwerfers zu bemühen, ist dieser weit aufgezogen, sehen wir die komplette Bühne (weiter Fokus). Wird der Scheinwerfer aber zu einem Spot verengt, lasst er nur den Star des Abends in hellem Licht erstrahlen.

Innen-Außen: Lenken wir unseren Blick in unseren eigenen Körper, so horchen wir in uns hinein und machen uns Gedanken. Fokussieren wir den Bereich ausserhalb unserer Körpers, nehmen wir Bedingungen und Situationen wahr.

Die enge und weite Aufmerksamkeitslenkung kombiniert mit der Innen- und Aussenperspektive, definiert somit vier verschiedene Arten der Konzentration: innen-weit, innen-eng, außen-weit und außen-eng. Eigentlich ganz simpel, wenn man es sich vor Augen führt. Während jeder einzelnen Phase des Schusses gilt es daher zu entscheiden, wo sich im Moment die wichtigste Informationsquelle befindet und die Aufmerksamkeit eben dorthin zu lenken.

Während des Zielens bleibt mein Fokus bestenfalls extrem eingeengt, die Außenwelt interessiert mich in diesem Moment (außen-eng) eigentlich gar nicht. Gleichzeitig habe ich den Finger am Abzug, hier geht es um allerfeinste Feinmotorik, um den Druck stetig und im richtigen Moment im Halteraum zu steigern, bis der Schuss unbewusst bricht (innen-eng).

Da mir heute in der Wettkampfsituation das eine oder andere Mal der Fokus verloren gegangen ist, werde ich in den nächsten Tagen das Thema Aufmerksamkeitslenkung nochmal gründlich in Theorie und Praxis einstudieren und auf meine Sportart detailliert adaptieren. Damit sollte ich dann mit etwas Übung, das Rüstzeug habe, um den Schalter immer im rechten Moment korrekt umzulegen.

Alles in allem bin ich aber mit dem Ausgang des heutigen Abends zufrieden, trotz eines Hochschusses im Sechser-Ring und dem einen oder anderen Abzugsmalheur im Achter-Ring, habe ich es dank eine ganzen Reihe perfekter Schüsse am Ende doch noch auf 360 Ringe geschafft. Viel wertvoller jedoch als jeder Pokal (der bei nur 360 Ringen wohl nicht drin sein wird) sind wieder einmal die Erkenntnisse des Abends, die ich sammeln durfte.

Von daher gilt mein Dank den Halstenbeker Schützen, die ein wirklich gelungenes Event auf die Beine gestellt haben und auch wieder einmal ausgesprochen gastfreundlich waren!!

Stammschiessen 2015

Nach gut einem Jahr “Künstlerpause” habe ich meine Pardini K12 mal wieder aus dem Schrank gekramt, das übrige Material zusammen gesammelt und bin zum “Stammschiessen 2015″ des Online-Forums “meisterschuetzen.org” nach Sasel zur HSG gefahren. Da ich noch bis März als Gastschütze auf dieser großartigen Anlage registriert bin, konnte ich, nachdem ich voriges Wochenende noch eine riesige Portion Motivation in Rotenburg a.d. Fulda getankt habe, meine etwas eingerostete Technik auf den Prüfstand stellen.

In der ersten Serie habe ich die Visierung noch etwas korrigieren müssen, die ersten drei Wertungsschüsse lagen dicht beieinander allerdings im Achter/Neuner-Ring auf zehn Uhr.
Schuss Vier und Fünf lagen anschließend im Zentrum. Das gibt Auftrieb und macht Mut. Die weiteren Serien waren sehr stabil, in der Arbeitsphase bin ich langsam und kontrolliert durch den Spiegel in meinen Halteraum gelangt, stand dort sehr ruhig und konnte die Schüsse fast ausnahmslos ohne Ausreisser brechen lassen.

Am Ende der vier Serien konnte ich mich über 12 x 10 Ringe, 20 x 9 Ringe, 4 x 8 Ringe und 4 x 7 Ringe freuen. In Summe bin ich bei 360 Ringen gelandet, die Zehner und Neuner habe sich allesamt perfekt angefühlt, die acht Schüsse unterm Neuner-Ring waren ganz klare Abzugs- und Konzentrationsfehler, die ich auch ohne Blick auf die Scheibe anzusagen vermochte. Das heutige Ergebnis habe ich soeben für Januar im Forum nachgereicht, die Februar-Wertung liefere ich nächsten Dienstag ab.

Nach der Wertungsserie habe ich ich zur Auflockerung noch zehn Schuss auf die Rika-Balkenscheibe abgegeben, um speziell die Arbeitsphase zu trainieren. Im Anschluss daran noch zehn Schuss auf die weisse Scheibe mit Fokus auf das Auslösen und Nachzielen.

Tolles Training – mach Lust auf mehr.

 

Es löpt…

Ruhig war es beim gestrigen Training bei der HSG in Sasel. Habe mir ein zweieinhalbstündiges Programm zusammengestellt, ein bunter Strauß zur Verfeinerung der einzelnen Schussphasen. Der Fokus auf das Nachzielen bereits während der Abzugsphase bringt Ruhe in die letzte Zehntel Sekunde und hat mir eine ganz Reihe Zehner beschert. In der erste Kontrollserie, die ich zwischen geschoben habe, waren es sechs Zehner in Folge und in Summe eine 95er Serie. Zwischenzeitlich bin ich einem Schützenbruder bei der Einstellung seiner LP400 Carbon behilflich gewesen, habe im Anschluss wieder mit reinem Techniktraining weiter gemacht.

Zu viele Kontrollserien möchte ich zu diesem Zeitpunkt auch noch gar nicht schiessen, derzeitiges Hauptaugenmerk liegt in der Verbesserung meines Rhythmusses:
Ich strebe eine Verkürzung der Auftaktphase an, indem ich den Arm mit dem ersten Atemzug nicht viel höher als kurz über den Spiegel hebe, den Übergang zur Arbeitsphase eingeläutet durch den zweiten Atemzug und kontrollierter Abwärtbewegung durch Ventilatmung, möchte ich “fließender” gestalten und im Haltebereich noch viel zügiger den Schuss brechen lassen.

Mitte März, zur Vorbereitung auf die Vereinsmeisterschaft in Sasel, werde ich beginnen ausschließlich zu wertende Serien zu schiessen. Freu mich drauf…

Leistungskontrolle

Heute habe ich in Sasel mit dem Training auf der weissen Scheibe begonnen, zehn Minuten zum warm werden, dann 8 Schuss Probe und direkt mit der ersten Serie begonnen.

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Der Rink-Griff liegt wirklich ausgezeichnet in der Hand, trotz mangelnder oder vielleicht gerade wegen mangelnder Einstellungsmöglichkeiten bei der Pardini K12 in Sachen Griffwinkel. Manchmal scheint es mir vorteilhaft, nicht allzu viele Stellschrauben verdrehen zu können. Der Griff hat die Parameter M/R/B/N.

 

 

In der zweiten Serie hatte ich Probleme mit der Höhe. Die beiden 8er sind kein Abzugsfehler, der Schuss ging butterweich ab, die Visierung stimme einfach nicht.

 

 

 

 

Einen Schuss habe ich tüchtig verissen, mit etwas Glück ist es aber noch eine 8,4 geworden. Die vier Zehner haben richtig Spaß gemacht.

 

 

 

 

In der letzten Serie fehlte mir etwas der Fokus, mit Blick auf die Uhr habe ich mir das Leben bei den letzten zehn Schuss selbst etwas schwer gemacht. Trotz allem bin ich mit einem sehr positiven Gefühl vom Stand gegangen. Mit etwas mehr Pause und deutlich kürzerer Zielphase blieb auch mein Ellenbogen schmerzfrei.

 

Zukünftig möchte ich mir Hans-Jörg Meyer zum Vorbild nehmen, der in der Schussfolge nach jedem einzelnen Schuss das Sportgerät ablegt und sich damit psychisch wie physisch die notwendigen Inseln schafft, um immer wieder zu erholen und zu fokussieren. Gerade in der rechten Hand entspannt mich dies ungemein und habe über die vier bis sechs Serien einen konstanten Griff. Auch im Nacken und in der Schulter wirkt sich dieses positiv aus.

Zwei Holzfäller arbeiteten einen Tag nebeneinander, wobei der eine regelmäßig Pausen machte, während der andere ununterbrochen durcharbeitete. Am Abend verglichen sie ihre Arbeit. Der, der immer wieder eine Pause gemacht hatte, hatte eindeutig mehr Bäume gefällt. Der andere fragte: „Wie kann das sein? Ich habe doch viel mehr gearbeitet als du!“ Seine Antwort: „In den Pausen habe ich in Ruhe meine Axt geschärft!“

:-)

Training in Halstenbek

Gestern habe ich mich um Zehne in der Früh in Halstenbek eingefunden und ein wunderbares Techniktraining absolviert. Begonnen mit der weissen Scheibe habe ich mich in erster Linie auf meinen Anschlag und abzug konzentriert. Die nächsten zehn Minuten widmete ich dem bewussten Nachzielen. Anschließend habe ich zehn Minuten auf den Spiegel geschossen ohne Beobachtung, daraufhin 10 Minuten mit vorheriger Schussansage. Im nächsten Step galt es zehn Schuss in fünf Minuten zu leisten, daraufhin habe ich die Auslage gewechselt und ein zehnminütiges Trockentraining mit dem linken Arm absolviert. Abschließend eine Serie Leistungskontrolle, die mir aber konditionell bereits meine Grenzen aufgezeigt haben.

Am Nachmittag hat mir der rechte Ellenbogen ausrichten lassen, dass das Pensum für die Wiederaufnahme wohl etwas ambitioniert war.

Spaß hat’s dennoch gemacht :-)