- 27.05.: Schiesssportwoche in Eutin
- 9./10.06.: Landesmeisterschaft Luftpistole
- 23.06.: Pre-LM-Cup Pistole 2012 in Hannover
Teilnehmerrekord ISCH 2012
Neuseeland, Australien, Russland, Mexico, USA…über 700 Schützen aus der ganzen Welt haben sich in dieser Woche in Hannover zur “International Shooting Competition of Hannover” eingefunden – was für ein großartiges Event. Behinderte und nichtbehinderte Sportler starten gemeinsam in den olympischen Disziplinen und glücklicherweise konnte ich mir den Donnerstag freischaufeln und alles hautnah miterleben.
Meine Startzeit war 11.15 Uhr, entsprechend ausgeruht und entspannt bin ich zum ersten Durchgang Luftpistole gegen 9:00 Uhr in Hannover angekommen. Die Parkplätze waren schon recht voll, aber die großzügige Anlage in der Landeshauptstadt Niedersachsens, bietet mehr als ausreichend Platz für derartig große Veranstaltungen. So habe ich meinen Wagen schattig am Waldesrand geparkt, meine Ausrüstung gegriffen und mich erst einmal zur Registrierung begeben.
Da ich gute zwei Stunden bis zum Start Zeit hatte, habe ich es mir mit meiner Startnummer in der Hand auf dem 10m-Stand gemütlich gemacht, das bunte Treiben genossen und mit einigen Schützen gequatscht. 45 min vor Beginn meines Durchgangs habe ich mich dann zurückgezogen und mit Trockentraining begonnen. Erst ein wenig später sollte ich erfahren, dass ich die Zeit besser zum Shoppen genutzt hätte. Weiterlesen
Frühjahrspokal 2012
An diesem Wochenende wurde der Frühjahrspokal 2012 vom NSSV in Braunschweig ausgetragen und glücklicherweise habe ich noch einen Startplatz ergattern können. Aufgrund des stolzen Anfahrtsweges bin ich bereits einen Abend zuvor angereist und konnte am Sonntagmorgen ausgeruht und entspannt eine Stunde vor Wettkampfsbeginn am Austragungsort ankommen.
Prompt die Startkarte an Philip Bernhards ”Schaltzentrale” in Empfang genommen und gleich mal zu den anderen Schützen des 9:00 Uhr-Durchganges dazu gesellt. Weiterlesen
Vorbereitung zum Frühjahrspokal
Das heutige Training galt der Waffenkontrolle für Sonntag und einem zünftigen Grundlagentraining mit abschließender Wertungsserie zur Leistungskontrolle und einfach mal nur Spaß haben.
Weiterhin bereitet mir die Arbeit mit weisser Scheibe und der 3/4-Balkenscheibe sehr viel Freude und hilft mir meine Technik an den derzeit für mich potentiellen Punkten, sauberer Abzug und Nachzielen, zu stabilisieren und verbessern.
Da ich mein Abzugszüngel noch nicht montiert bekommen habe, arbeite ich weiter mit dem Steyr-Züngel. Durch das Verschieben des Züngels habe ich allerdings den Hebel verändert und konnte nach der heutigen Messung des Abzugswiderstandes des Druckpunkts noch etliche Gramm reduzieren.
Die Wertungsserie hat auch heute ein paar Fehlschüsse oben rechts beinhaltet, die ich eigentlich sehr zentral im Schwarzen prognostiziert hätte. Da ich dieses Mal auf Anraten meines Trainers auf die Stabilität meines Handgelenkes geachtet habe, scheinen weitere Faktoren Einfluss zu nehmen.
Betrachte ich nun mein heutiges Schussbild, vermute ich eine Inkonsistenz in der Ausrichtung meiner Visierung. Da meine Waffe immer leicht links geneigt ist, ich die Visierung entsprechend darauf eingestellt habe, könnten sich die Schüsse auf “1 Uhr” dadurch erklären lassen, dass ich bei diesen Schüssen besonders auf eine waagerechte Visierung geachtet habe und eben bei den “guten” Schüssen meinen Fokus verstärkt auf anderen Technikelemente gelegt habe.
Ein vereinzelt verstärktes Drücken meines Daumens ist ein weiterer Erklärungsansatz…ich werde es weiter analysieren und auch dies in den Griff bekommen.
Vereinsmeisterschaft SGI Wandsbek
Der Verlauf des heutigen Wettkampfs in Wandsbek stimmt mich ausgesprochen positiv. Von Begegnung zu Begegnung verzeichne ich weniger Aufregung zu Beginn des Wettkampfes. Mein mentaler Fokus liegt einzig und allein bei meiner Technik, nicht einen Gedanken habe ich an Sieg oder Niederlage verschwendet, nicht eine Sekunde hat mich mein Endergebnis gekümmert.
Den Auftakt mit sieben Ringen im ersten Wertungsschuss habe ich lächelnd zur Kenntnis genommen, einen besseren Ansporn hätte es nicht geben können. Ich habe anschließend zwar drei Serien gebraucht, bis ich meinen Ablauf wirklich zufriedenstellend stabilisiert hatte, aber eben dieser mentalen Entwicklung wegen, reisse ich mich zur Zeit um jeden Wettkampf.
In keiner anderen Situation lerne ich mich besser kennen und zu verbessern, kein Training kann mir soviel Bestätigung und Motivation schenken, wie es mir eine Serie bestmöglich abgelieferter Wertungsschüsse beschert.
Die für mich bedeutsamen Erfolge, lassen sich nur schlecht in Ringzahlen ausdrücken. Die Entwicklung steht im Vordergrund – es geht um den positiven Umgang mit der Herausforderung, es geht darum meine Freude und Motivation auch in kritischen Phasen des Wettkampfs zu bewahren. Verlieren kann nur derjenige, der sich negativen Emotionen ergibt und die Flinte ins Korn wirft, bevor der letzte Schuss gebrochen ist. Jeder Schuss birgt die Chance etwas Neues über sich zu erfahren.
Mir hat der heutige Abend sehr viel Freude bereitet und ich wünsche den nächsten Starts ebenso viel Spaß, ein Stück weit Erkenntnis und Gut Schuss.
Steyr LP10E in der Praxis
Alles neu, macht der Mai…ich war etwas schneller und habe mich bereits im März zu einem elementaren Materialtausch hinreissen lassen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen meine LP400 zu verkaufen und mir eine LP10E anzuschaffen.
Überzeugt hat mich nicht allerdings nicht der Abzug, wie man spontan vermuten mag, vielmehr hat die perfekte Gewichtsverteilung des neuen Steyr-Frames den Funken überspringen lassen. Mit der subjektiv empfundenen stark kopflastigen LP10 habe ich gemeinhin bereits nach 60 Schuss Probleme mit dem Handgelenk bekommen, weshalb ich mit meiner Walther wirklich gut beraten war. Die Gewichtsverteilung der LP10E ist ausgewogen und für mein an schnöde Büroarbeit gewohntes Handgelenk einfach wie gemacht. Das Gesamtgewicht liegt knapp 100 Gramm über meiner LP400 Carbon, was sich dankenswerterweise in der Halteruhe positiv bemerkbar macht.
Das verlängerte Abzugszüngel (siehe auch: trefferblog.de) gefällt mir bislang ganz gut, dennoch werde ich in naher Zukunft meinen Abzug von Tec-HRO an die Steyr montieren. Diese Auswahl an Möglichkeiten zur Personalisierung, habe ich mit keinem anderen Züngel. Das Steyrzüngel gibt mir als Anfänger irgendwie auch zu viel Platz, es ist fraglich, ob ich immer an der gleichen Stelle mit der Fingerkuppe ansetze, gefühlt: ja – wetten würd’ ich allerdings nicht drauf. Dann lieber eines, was zu mir passt.
Der Griff der elektronischen Steyr unterscheidet sich von dem mir bekannten LP10-Griff. Mir persönlich passt er besser, dennoch freu ich mich bereits auf meinen Rink-Griff, der Ende April eintrudeln wird. Die komplette Elektronik samt Batteriefach (2x AA) ist im Griff untergebracht. Auf Youtube gibt es einen großartigen Support-Channel von Steyr, auf dem das gesamte Handling der Waffe Schritt für Schritt erklärt wird. Die Griffgröße bei der LP10E fällt übrigens gerne eine Nummer kleiner aus, als bei der mechanischen – dies für alle die Katalogbesteller unter Euch.
In puncto Verarbeitung und Haptik liegen Welten zwischen der LP10 und der LP400 Carbon. Ich habe noch nie nur ein Produkt (okay, ausser Grundnahrungsmittel) gekauft, ich habe immer auch ein Gefühl gekauft…und letzteres entscheidet zwischen Lust und Frust am Tag darauf. Die LP400 ist keine schlechte Waffe, die LP400 kann wirklich präzise schiessen…sie konnte mich nur nicht 100%ig überzeugen. Die Steyr hat es und es ist immer eine wahre Freude sie in die Hand zu nehmen.
Auslagenwechsel
Während meiner Trainingspause bin ich nicht ganz untätig gewesen. Neben dem Studium diverser Bücher zum Mentalen Training, habe ich mir eingehend über den weiteren Verlauf meines Trainings Gedanken gemacht.
Da ich mich sowohl in der Rechts- als auch in der Linksauslage sehr wohl fühle, habe ich mir vor einer Woche einen Linksgriff von Rink bestellt. Wartezeit beträgt wieder ca. sechs Wochen aber dafür passt das gute Stück am Ende auch prima. Ich verspreche mir eine ausgeglichene Trainingsbelastung der rechten und linken Körperhälfte, einen spannenden, neuen Trainingsimpuls und letztendlich einen synergistischen Trainingseffekt.
Freu mich bereits auf meinen ersten Wettkampf “rechte Hand” vs “linke Hand”. Weiterlesen
Trainingspause
Aufgrund der anhaltenen Schmerzen im Ellenbogen und Handgelenk habe ich mir seit letztem Freitag eine Ruhephase und tägliche Salbungen mit Diclofenac verordnet. Mittlerweile bessert sich die Symptomatik und ich freue mich, das nächste Training wieder schmerzfrei zu erleben.
Zukünftig wird ein gezieltes Aufwärmprogramm mein Training einleiten, die Beschwerden wären nicht eingetreten, wenn ich in der Vergangenheit etwas besonnener gehandelt und man mich erinnert hätte, dass ich keine “Zwanzig” mehr bin.
Grundlagen
Gestern Abend habe ich festgestellt, wie wertvoll Grundlagentraining ist.
Nachdem ich in Halstenbek meinen Erwartungen weder technikseitig und damit auch ergebnisseitig nicht entsprochen habe, ist es nun angezeigt den Fokus im Training wieder auf die Basics zu legen. Die Ergebnisse kommen nur, wenn die Technik sitzt. Weiterlesen
75 Sekunden
Komme gerade vom heutigen Training heim und fühle mich bestens eingestimmt für den morgigen Wettkampf in Halstenbek. Nachdem ich 50 Schuss lang meinen Ablauf und Abzug trainiert habe, mich an das neue Schussverhalten (Reparatur des Magnetresorbers) meiner LP400 gewöhnen konnte, hatte ich erstmalig Gelegenheit auf der Meyton-Anlage gegen einen erfahrenen Schützen im “LP-Finale” anzutreten.
10 Schuss à max. 75 Sekunden, eine für mich ganz neue Erfahrung und unheimlich lehrreich. Auf den Punkt fokussiert zu sein, die Spannung zu fühlen, wenn der gegnerische Schuss vor dem eigenen bricht, den Sekundenzeiger im Nacken zu spüren, maximal zwei Versuche pro Schuss zu haben und, und, und…ein wirklich unglaublicher Kick.
Drei Durchgänge haben wir noch schießen können und am Ende ging der Sieg mit 2:1 an meinen “Kontrahenten”. Es hat unheimlich viel Spaß und Appetit gemacht auf mehr…
„Für mich sind Wettkampf und Training eins“
Der Serbe Andrija Zlatic, Schütze des Bundesliga-Klubs SV Kelheim-Gmünd, hat mich im Rahmen des Bundesligafinales 2012 in Paderborn zutiefst beeindruckt.
Die Gelassenheit und Ruhe, die er an den Tag gelegt hat, scheint ihm laut folgendem Interview aus der Mittelbayerische Zeitung, bereits in die Wiege gelegt.
Auch in dem Video-Interview im ISSF-Channel auf Youtube bestätigt, er worauf es im Sportschiessen ankommt: Training, Training, Training.
“…there’s no mystery, no big secrets”
Ausgesprochen sympathisch und inspirierend, ich drücke ihm die Daumen für London.